Die Vogelkunde ist ein Teil der Zoologie und wird im lateinischen als Ornithologie bezeichnet. Vögel sind Wirbeltiere und mit circa 10 000 verschiedenen Arten gehören sie zu einer der artenreichsten Wirbeltierklassen.
Wer sich beruflich oder auch als Hobby mit den Vögeln beschäftigt, nennt sich Ornithologe. Er beschäftigt sich mit den verschiedenen Vogelarten, ihrem Vogelzug, dem Verhalten der Vögel und in besonderem Maße auch mit dem Naturschutz und dem Vogelschutz an sich. Ein Ornithologe ist auch mit für die Beringung von Vögeln zuständig. Dies ist wichtig, um besser Forschen zu können und beispielsweise festzustellen, welche Vögel in ihrem Vogelzug welche Länder überqueren, wo sie rasten, wo sie letztendlich den Winter verbringen. Aber auch für Brutdaten, Daten zum Wiederansiedeln von seltenen Vogelarten und anderem sind Beringungen der Vögel notwendig.
Die Ornithologie hat ihre Anfänge bereits im 18. Jahrhundert. Als Mitbegründer in Europa sei hier besonders Johann Friedrich Naumann genannt. Der von 1780 bis 18 57 Lebende erstellte das Werk „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands“. In diesen 12 Bändern wurden alle in Deutschland lebenden Vögel beschrieben und geordnet. So finden sich in diesen Büchern die beispielsweise Gruppen wie Feld,- , Wald,- und Wasservögel. Aber auch der Vater von Alfred Brehm, Christian Ludwig Brehm, trug den Beinamen Vogelpastor und dies hatte seinen Grund. Er trug in der Mitte des 19. Jahrhunderts viel zur Ordnung und Bestimmung von über 9000 Vögeln bei. Diese Forschungen gingen auch mit in die 10 – bändige zoologische Standard – Enzyklopädie von Brehms Tierleben mit ein. Aber es gab noch viel mehr Wissenschaftler, die an der weiteren Erforschung der Vogelkunde beteiligt waren.
Zu dieser Kunde gehören auch der wissenschaftliche Vogelschutz, im Besonderen die Arterhaltung und der Schutz der Vögel vor Umwelteinflüssen und dergleichen.
So wurden Vogelschutzgebiete und Vogelschutzgehölze ins Leben gerufen, optimale Brutkästen für verschiedene Vogelarten erbaut und vieles mehr. Hier arbeiten die
Vogelkundler sehr eng mit Naturschutzbehörden zusammen.
Die Vogelkunde ist ein wichtiger Zweig der Zoologie, die sich in der Neuzeit besonders mit dem Artenschutz und der Erforschung der Zuggebiete der Vögel beschäftigt. Dadurch ist es gelungen, einige von Aussterben bedrohte Vogelarten zu retten und auch neu anzusiedeln und dann natürlich entsprechend zu schützen.